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Unterstützen und helfen

Was bringt das für die Stadtentwicklung?

Der "Förderkreis Lebendiges Uhrenindustriemuseum e.V.", der „Schwenninger Heimatverein“, der "Freundeskreis Kultur Villingen-Schwenningen e.V.", der "Freundeskreis Städtische Museen e.V." und die "Narrenzunft Schwenningen e.V." unterstützen das Bürk-Areal. Gemeinsam fördern sie das Projekt, tragen es in die Politik und organisieren die ideelle wie finanzielle Unterstützung der Bevölkerung.

Der Förderkreis unterstützt die Entwicklung des Museumsquartiers „Bürk-Areal“ und bittet Verwaltung und Gemeinderat, dieses Anliegen unseres Vereins nach Kräften zu fördern.

Unsere ehrenamtlichen Museumsfreunde haben durch ihre Sammeltätigkeit das Museum erst ermöglicht und mit Hilfe der Stadt und des Schwarzwald-Baar-Kreises 1994 gegründet. Viele Schwenninger Unternehmer haben dieses Vorhaben unterstützt.

Das Uhrenindustriemuseum zeigt, wie die Uhrenindustrie Schwenningen groß gemacht und schließlich diesen Stadtbezirk 1972 als gewichtiges Pfund in die gemeinsame Stadt eingebracht hat.

2003 bekam das Schwenninger Uhrenindustriemuseum den Micheletti-Preis als Auszeichnung für das beste Technikmuseum Europas!

Nach wie vor fertigen unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter an den ausgestellten Maschinen Teile für den Museumswecker. In der Museumswerkstatt montieren sie den mechanischen Glockenwecker und die Skelettuhr.

Trotz alledem krankt die Schwenninger Museumslandschaft insgesamt an einer starken Unausgewogenheit, die sowohl der Stadtgeschichte, als auch dem für unser gesamtstädtisches Steueraufkommen doch so wichtigen Stadtbezirk nicht gerecht wird. Das Heimat- und Uhrenmuseum am Muslenplatz ist wegen fehlenden Brandschutzes geschlossen. Die Städtische Galerie entspricht nicht zukunftsfähigen modernen Gesichtspunkten.

Für die Bürgerinnen und Bürger der Gesamtstadt, aber eben auch des Stadtbezirks Schwenningen als wichtigem Hochschulstandort, erwartet unser Verein die Vereinigung der beiden Schwenninger Museen sowie der Städtischen Galerie zu einem Ort der kulturellen Begegnung. Dafür ist das „Bürk-Areal“ bestens geeignet.

Der gesamtwirtschaftliche desaströse Abmangel durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie hat nach unserer Einschätzung die zeitliche Verwirklichung des Vorhabens um Jahre zurückgeworfen. Es muss uns deswegen daran gelegen sein, einen Weg zu finden, das Vorhaben wach zu halten und einer zeitlich machbaren und zukunftsgerechten Lösung zuzuführen.

Das Bürk-Areal - ein Standort, der für Orientierung am Gemeinwohl, für demokratische Gesinnung und neue Ideen der Produktionsweise steht.

1855 gründete Johannes Bürk (1819 – 1872) die württembergische Uhrenfabrik. Zu seinen Vorfahren gehörten Bauern, Handwerker und Händler. Die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation seiner Heimatgemeinde Schwenningen lag ihm zeit seines Lebens am Herzen. Möglich erschien ihm dies nur durch eine Veränderung der damaligen politischen Verhältnisse. Johannes Bürk war überzeugter Demokrat, was in der Mitte des 19. Jahrhunderts als äußerst fragwürdig galt. In seiner 1855 gegründeten Uhrenfabrik versuchte er seine damals noch revolutionären Ideen von einer wirtschaftlichen Produktionsweise zur Verbesserung des Volkswohlstands gegen viele Schwierigkeiten durchzusetzen. Die Württembergische Uhrenfabrik war das erste Gebäude ohne Stall und Scheune in Schwenningen und damit für alle Schwenninger sichtbar, einem damals modernen Lebensstil verpflichtet.

An diesem Standort soll jetzt das Bürk-Areal entstehen, ein Standort, der für Orientierung am Gemeinwohl, für demokratische Gesinnung und neue Ideen der Produktionsweise steht.

Perspektivisch über die Corona- Krise hinweg unterstützt der Freundeskreis Kultur Villingen-Schwenningen das Projekt eines Museumsquartiers auf dem Bürk-Areal aus folgenden Gründen:

Eine Stadt von der Größe des Oberzentrums Villingen-Schwenningens braucht eine heterogene Museumslandschaft, deren Fortbestand auch in Zeiten knapper Kassen notwendig ist.

Das Weiterbestehen des Heimat- und Uhrenmuseums und der Städtischen Galerie an ihren bisherigen Standorten ist ohne aufwändige Sanierungsarbeiten (u.a. Brandschutz, Barrierefreiheit) jedoch nicht möglich.

Die Schaffung eines Museumsquartiers auf dem Bürk-Areal bietet neue Chancen:

• Die Zusammenführung des Heimat- und Uhrenmuseums mit dem Uhrenindustriemuseum ermöglicht die stringente Darstellung der einmaligen Handwerks- und Industriegeschichte in VS. Die damit verknüpfte Museumskonzeption “Zeit – Raum” mit dem Fokus auf Zeit und Zeitstrukturen seit dem 18. Jahrhundert ist so noch in keinem Museum Deutschlands aufbereitet und hat somit ein Alleinstellungsmerkmal.

• Die Städtische Galerie mit ihrem über 3000 Werke umfassenden Sammlungsbestand und dem historisch bedeutenden Erbe des Lovis-Kabinetts erhält unter dem industriearchitektonischen Dach des Bürk-Areals neue Möglichkeiten für Ausstellungskonzepte und Ausstellungsformen.

Mit dem neu ausgebauten Bürk-Areal bekommt Schwenningen seine eigene „Museumsinsel“!

Aus Sicht des Freundeskreises Städtische Museen in Villingen-Schwenningen e. V. ist die Entwicklung des "Bürk-Areals" zu unterstützen und zu fördern. Unsere Gründe dafür sind u.a.:

- Vor dem Hintergrund des Stillstandes, ja Rückschrittes im Schwenninger Museumsbereich (siehe Schließung des Heimat- und Uhrenmuseums) ist eine neue Perspektive dringend nötig.

- Es ist im gesamtstädtischen Interesse, für eine Ausgewogenheit im kulturellen Bereich zu sorgen - und dazu gehört vorrangig der Museumsbereich.

- Wichtig ist, die unterschiedliche Entwicklung der beiden Städte / Stadtteile auch museal zu dokumentieren und in unterschiedlichen Museen - mit unterschiedlichen situationsbezogenen Konzeptionen - zum Ausdruck zu bringen.

- Die Erwartungshaltung der Schwenninger ist berechtigt, dass ihre "Stadtgeschichte" - das Besondere / Spezifische auch im Vergleich mit Villingen – erfahrbar und sichtbar gemacht wird - nicht nur in Buchform.

- Das Museum dient als Ort der Begegnung und von Veranstaltungen, Vorträgen, etc.

Hier folgt eine eigenständige Stellungnahme des Vereins zum Areal und den Argumenten dafür.

Museumswerkstatt

130 Jahre lang prägte die Uhrenindustrie Leben und Arbeiten in Schwenningen und der ganzen Region. Ihr kommt daher in wirtschafts- und kulturgeschichtlicher Hinsicht zentrale Bedeutung zu. Deshalb fand sich 1989 eine Gruppe von technikbegeisterten und geschichtsbewussten Bürgerinnen und Bürgern zusammen, um das Uhrenindustriemuseum aufzubauen.
Der Förderkreis lebendiges Uhrenindustriemuseum e.V. ermöglichte mit unermüdlichen Einsatz 1994 die Eröffnung. Das Museum wird seit 2018 von der Stadt Villingen-Schwenningen getragen.

Freiwillige, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Förderkreises produzieren an historischen Maschinen einen Museumswecker. Dafür werden jederzeit gerne freiwillige Helfer gesucht. Spezialistinnen und Spezialisten aus der Uhrenbranche und Fachleute aus der metallverarbeitenden Industrie sind genauso willkommen wie Frauen und Männer jeden Alters, die sich einfach nur für die Industriegeschichte unserer Region interessieren. Die Freiwilligen treffen sich jeden Dienstagmorgen ab 10.00 Uhr im Museum in der Bürkstraße 39
in VS-Schwenningen.
Kontaktaufnahme unter: UIMvillingen-schwenningende

Finanzierung

Und wie bezahlen wir das?

Die Kosten für das Museumsquartier werden in einer Machbarkeitsstudie auf 10 Millionen Euro geschätzt. Aktuell ist eine schnelle Realisierung aufgrund der Corona-Krise leider unrealistisch. Gleichwohl gibt es Perspektiven, wie sich die Finanzierung stemmen ließe:

  • Das Amt für Kultur beauftragt ein professionelles Fundraising.
  • Das Areal der Württembergischen Uhrenfabrik wird Teil eines neu ausgewiesenen Sanierungsgebiets, in dem förderfähige Kosten vom Land bezuschusst werden. Bei denkmalgeschützten Objekten wie der Württembergischen Uhrenfabrik sind die Fördermöglichkeiten sehr attraktiv. Mit der Wohnungsbaugesellschaft als Eigentümerin des Grundstücks und der Gebäude wird die bestmögliche Integration in das Sanierungsgebiet abgestimmt.
  • Wenn das Gebäude des Heimatmuseums verkauft wird, können die Einnahmen für die Realisierung des Museumsquartiers verwendet werden.
  • Wenn das Gebäude der Städtischen Galerie saniert und vermietet wird, entlasten die Einnahmen den städtischen Haushalt.
  • Weitere öffentliche Gelder können z.B. bei der landeseigenen BW-Stiftung für die Konzeption beantragt werden.
  • Wir versuchen, die Wirtschaft mit ins Boot zu holen. Gerade in Schwenningen gibt es viele Unternehmer*innen, die nach wie vor mit der Stadtgesellschaft eng verbunden sind und / oder aus der Uhrenindustrie hervorgewachsen sind.

Das sind unsere Vorschläge. Vielleicht haben Sie ja noch weitere?